 |
|
„Eros und die Gottesfrage“ verhüllt
Die Gedanken bei der Schaffung des Kunstwerkes
Mein fotografischer Schwerpunkt liegt in der Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe der Fotografie. Als Lothar Gärtner vor einigen Monaten mit dem Thema an mich herantrat, setzte ich mich mit
Eros – dem Gott der Liebe – und dem Glauben auseinander. Ich entdeckte für mich: Liebe hat viele Gesichter.
Vorstellung des Kunstwerkes
Im unteren Bild zeige ich meine Vorstellung von „Eva“. Eine Frau von makelloser Schönheit und Unschuld. In der Hand hält sie einen Apfel, die verbotene Frucht aus dem Garten Eden. Darüber in drei Bildern nebeneinander plaziert: die drei Paarbeziehungen unserer Gesellschaft. Ganz oben endet das Kreuz in himmlischer Richtung mit einem Bild der Zukunft und Fortpflanzung. Ein Baby auf der Hand des Vaters. Ein Kind, liebreizend, rein und frei von Vorurteilen.Die fünf Bilder sind wirkungsvoll gruppiert in Form eines Kreuzes. Das Kreuz als Verbindung zwischen den Menschen und gleichzeitig auch zwischen den Menschen und Gott. Ein weiteres Bindeglied zwischen den Einzelfotos stellt die Lichtführung und der rote, um das Kreuz drapierte, Stoff dar.
Ausstellungseröffnung in der Erlöserkirche
In den Tagen und Stunden vor der Ausstellungseröffnung erfuhr ich selbst einen Prozess der Selbsterkenntnis. Menschen bewerteten und verurteilten, ohne meine Arbeit zu kennen. Ist hier die Kunst ans Kreuz genagelt worden?
Ausstellung im Tattersall
Meine Bilder werden im Tattersall verhüllt bleiben. Die Bilderserie „Eros und die Gottesfrage“ habe ich speziell für die Kirche geschaffen. Einem Ort der Stille, der Ruhe und der Besinnung. Aber auch einen Ort mit besonderem Licht und einzigartigen Farben. Ich werde mich bemühen, das Kunstwerk in einer Kirche oder einem nach meiner Meinung vergleichbaren Gebäude der Öffentlichkeit vorzustellen.
Leider war die Zeit noch nicht reif für mein Kunstwerk.
|
|